Bioflavonoide

sind eine Gruppe sekundärer Pflanzenstoffe, die in Pflanzen überwiegend als Farbstoff wirksam sind. Sie kommen insbesondere im Obst und Gemüse vor. Sie dienen der Pflanze sehr häufig als Schutz vor Fressfeinden oder Mikroorganismen.

Aktuelle Studien konzentrieren sich auf die möglichen gesundheitsfördernden Wirkungen dieser Substanzen auch beim Menschen. Empfehlung für eine Mindestmenge für den täglichen Verzehr von Bioflavonoiden gibt es zurzeit noch nicht, da die Studien noch lange nicht abgeschlossen sind. Es ist aber davon auszugehen, dass eine gesunde Mischkost mit reichlich Obst und Gemüse auch eine ausreichende Versorgung mit Bioflavonoiden garantiert.

Sehr gute Lieferanten für Bioflavonoide sind alle Zitrusfrüchte, Kiwis, Tomaten, Brombeeren, Brokkoli und Paprikaschoten. Wie bei den Vitaminen gilt aber auch hier, dass eine bunte Ernährung, d.h. eine sehr vielfältige Ernährung mit einer ständig wechselnden Auswahl an Obst und Gemüse, für eine optimale Versorgung des Körpers sorgt.

Einige der wichtigen gesundheitlichen Aspekte, die zurzeit untersucht werden, sind:

•             die Wirkung auf die Kapillaren. Kapillare sind feinste und sehr durchlässigen Blutgefäße, durch die Sauerstoff, Hormone, Nährstoffe und Antikörper aus dem Blut zu den einzelnen Zellen gelangen. Beschädigungen der Kapillaren oder der Kapillarwände können zu Blutungen führen. Bioflavonoide können dafür sorgen, dass die Kapillaren das richtige Maß an Durchlässigkeit und Elastizität haben.

•             Blutgerinnung: einige Bioflavonoide können die Blutgerinnung hemmen. Sie können daher möglicherweise zur Behandlung von Entzündungen und Gerinnungsstörungen eingesetzt werden.

•             Herzkrankheiten: im Rotwein findet man Substanzen wie Resveratrol und Quercetin, denen eine positive Wirkungen auf die Herzkranzgefäße nachgesagt werden.

•             Vitamine: Bioflavonoide spielen eine wichtige Rolle bei der Aufnahme und der Wirksamkeit verschiedener Vitamine. Besonders bei Vitamin C ist dies ausführlich untersucht und die Wirkung von Vitamin C scheint nur im intensiven Zusammenspiel mit verschiedenen Bioflavonoiden zu funktionieren.

•             Krebs: einige Bioflavonoide scheinen das Wachstum bösartiger Zellen aufzuhalten und zu verlangsamen. Außerdem schützen sich Zellen vor Angriffen von krebserregenden Substanzen.

•             Mikroorganismen: manche Bioflavonoide zerstören Bakterien und verhindern den Schimmelbefall von Lebensmitteln.