Frische Kräuter

DSCI5872Jetzt ist Pflanzzeit

für frische

Die ersten Gartenkräuter sind eingetroffen. Jetzt ist die beste Zeit, um sie in die vorbereiteten Beete zu pflanzen. Voricht ist noch bei empfindlichen Sorten geboten. Bei Frost kann man sie am besten mit einem alten Betttuch oder einigen Eimern, die über die Pfanzen gestülpt werden, schützen.

Kräutergarten:

Tipps und Tricks

Kräuter sorgen nicht nur für Abwechslung in der Küche, sondern bereiten ein einmaliges Dufterlebnis. Nicht zuletzt holt man sich eine grüne Apotheke ins Haus. Es macht vielen Freude einen eigenen Kräutergarten anzulegen oder wenigstens einige Pflanzen in der Wohnung an einem sonnigen Fensterplatz oder auf dem Balkon zu ziehen.

 Beschaffenheit des Bodens

Die meisten Kräuter sind in Hinsicht auf die Beschaffenheit des Bodens sehr unkompliziert und kommen problemlos miteinander aus.

Sandige Böden: Sie halten kein Wasser und haben außerdem kaum Nährstoffe. Gibt man Nährstoffe hinzu, werden diese schnell ausgeschwemmt. Um sandige Böden mit Nährstoffen aufzuwerten, verwenden Sie am besten Kompost, den Sie unter den Boden mischen. Einige mediterrane Kräuter kommen sehr gut mit dem Sandboden zurecht: Lavendel, Koriander, Thymian, Fenchel, Oregano, Estragon, Borretsch und Bohnenkraut.

Tonige, klumpige Böden: Sie halten zwar das Wasser, doch die Erdporen sind so dicht, dass es manche Pflanzen schwer haben, Wasser zu ziehen. Kräuter, deren Wurzeln tief in den Boden reichen, kommen mit diesem Boden gut klar: Beinwell, Wermut, Liebstöckel und Alant.

Lehmige Böden: Sie sind sehr nährstoffreich und bieten gute Wachstumsbedingungen für fast alle Kräuter. Man braucht gar nicht düngen, nur den Boden ab und an etwas aufhacken. Folgende Kräuter lieben lehmige Böden: Rosmarin, Salbei, Thymian, Lorbeer, Kümmel Koriander, Dill, Basilikum und Fenchel.

 Welche Kräuter passen sehr gut zusammen?

  • Kamille fördert das Wachstum von Dill, Schnittlauch, Majoran, Kerbel und Pimpinelle.
  • Petersilie verträgt sich mit Erdbeeren, Dill und Schnittlauch.
  • Rosmarin fördert Basilikum, was ganz praktisch ist, denn beide sind nicht winterfest und können gemeinsam in einem Topf gepflanzt werden.
  • Salbei fördert besonders gut das Wachstum von Oregano und Bohnenkraut.
  • Thymian verträgt sich mit allen mediterranen Kräutern, z. B. Fenchel, Koriander, Estragon, Borretsch und Bohnenkraut.
  • Ysop fördert Lavendel und Bohnenkraut.
  • Zitronenmelisse kann mit beliebig anderen Kräutern zusammen gepflanzt werden. Sie fördert das Wachstum aller anderen Kräuter. Vorsicht ist nur in Verbindung mit Basilikum angebracht.

 

Welche Kräuter sollten getrennt von anderen Kräutern gepflanzt werden?

  • Basilikum und Melisse sollten getrennt voneinander angepflanzt werden.
  • Estragon und Dill vertragen sich nicht sonderlich gut.
  • Fenchel und Koriander sollten nicht gemeinsam in einem Topf gepflanzt werden. Sie mögen sich nicht.
  • Lavendel sollte genügend Abstand zu anderen Kräutern bekommen, denn er braucht schlicht Platz, um gut gedeihen zu können.
  • Liebstöckel ist eigentlich ein Einzelgänger, da er – unter anderem – sehr viel Platz für sich beansprucht. Doch er kann das Wachstum von Fenchel und Petersilie fördern, wenn er neben sie gepflanzt wird.
  • Pfefferminze und Kamille vertragen sich nicht sonderlich gut miteinander.
  • Thymian und Majoran: Beide sollten keinesfalls nebeneinander gepflanzt werden. Sie vertragen sich überhaupt nicht (auch geschmacklich nicht). Oft werden sie dennoch zusammen gepflanzt, wobei der Majoran meist den Kürzeren zieht und eingeht.
  • Der Wermut ist ein Einzelgänger – er sollte für sich alleine stehen.

 

Viel Erfolg und Freude mit Ihren eigenen Kräutern!

Hier einige Empfehlungen für erfolgreiche Kräutergärten: