Nistkästen reinigen und aufhängen

Viele Vogelfreunde fragen sich immer wieder, was die beste Zeit ist, um zu reinigen oder neue Kästen aufzuhängen.

Der beste Zeitpunkt um gebrauchte Nistkästen zu reinigen und neue Kästen aufzuhängen ist im Herbst.

Nistkästen reinigen

Die Vögel sind alle mit der Brut durch und bevor sich Parasiten und andere Insekten in den gebrauchten Nestern ansiedeln, ist es jetzt eine gute Zeit die alten Nester zu entfernen und die Nistkästen gründlich zu reinigen. Dabei sollte möglichst auf Reinigungs- oder Desinfektionsmittel verzichtet werden. Eines der besten Werkzeuge zur Reinigung von Nistkästen ist übrigens eine alte gebrauchte Zahnbürste. Hiermit kommt man in alle Ecken und man kann den Schmutz gründlich entfernen.

Sollte der Kasten sehr verschmutzt sein, kann man mit heißen Wasser und einem kleinen Spritzer Spülmittel das Innere reinigen. Anschließend sollte der Kasten gründlich mit heißem Wasser ausgespült werden.

Nach der Reinigung sollte der Kasten offen bleiben und direkt in die Sonne zum Austrocknen gestellt werden.

Im Herbst sind sehr viele Jungvögel unterwegs, um neue Brutreviere zu besetzen. Singvögel leben in der Regel nur 2-3 Jahre, sodass immer wieder neue Brutreviere frei werden, die dann von Jungvögeln aufgesucht werden. Hierbei suchen sie auch gleich nach geeigneten Nistmöglichkeiten, sodass Nistkästen schon im Herbst inspiziert und auf eine mögliche Brut im Frühjahr besichtigt werden.

Viele nutzen die Nistkästen im Winter auch zur Übernachtung und freuen sich natürlich über ein sauberes Schlafzimmer. Aber auch Fledermäuse oder Siebenschläfer kann man im Herbst und im Winter in Vogelhäusern finden.

Nistkästen aufhängen

Blaumeisen bei der Besichtigung.

Es gibt eine große Fülle unterschiedlicher Materialien, die für Nistkästen verwendet werden. Am beliebtesten sind Holzkästen, die aufgrund ihrer natürlichen Optik gerne für die Vögel ausgesucht werden.

Nistkasten für Zaunkönige, Rotkehlchen, Tannenmeisen und Trauerschnäpper.

Wesentlich haltbarer und leichter zu reinigen sind Holzbeton-Nistkästen, die über viele Jahre eingesetzt werden können. Auch hierbei gibt es schon sehr schöne Kästen auf dem Markt zu finden.

Nistkästen aus Holzbeton sind extrem lange haltbar und gut zu reinigen.

Auf jeden Fall sollte der Kasten groß genug sein, um auch einer Familie mit zum Beispiel sechs bis acht Eiern genügend Raum für die Aufzucht der Jungen zu geben.

Wer genug Platz im Garten hat sollte mehrere Nistkästen anbieten. Hierbei ist auf unterschiedliche Formen und Größe der Einfluglöcher zu achten, sodass sich unterschiedliche Vogelarten ansiedeln können.

Holznistkästen gibt es in den unterschiedlichsten Designs.

Löcher von etwa 28 mm werden gerne von den kleineren Meisenarten bevorzugt. Dies verhindert auch, dass die Kästen von größeren Meisen oder anderen Singvögeln belegt werden. Für zum Beispiel Kohlmeisen gibt es Fluglöcher von 32 mm oder größer. Für Rotkehlchen und andere gibt es Nistkästen mit einer halboffenen Vorderfront, die gerne von diesen Arten angenommen werden. Hierbei ist jedoch darauf zu achten, dass diese Kästen nicht dort angebracht werden, wo sich Eichhörnchen bedienen können. Eichhörnchen sind nämlich Nesträuber, die gerne die Eier aber auch gerade geschlüpfte Jungen aus dem Nest herausfischen und fressen. Von daher ist eine Anbringung an einer Giebelfront am Haus oder an einem Schuppen besser geeignet.

Holznistkasten für Halbhöhlenbrüter.
Sicher vor Katzen und Eichhörnchen am Giebel aufgehängt.

Spezielle Nistkästen für Spechte oder Eulen können auch diese Vögel im Garten ansiedeln und ganz tolle Beobachtungsmomente ergeben.

Nistkasten für Spechte. Sie hacken gerne ihr eigenes Flugloch.

Spezielle Nistkästen gibt es auch für Schwalben oder auch Fledermäuse, die gerne auf künstliche Nesthilfen zurückgreifen.

Eine Auswahl an Nistkästen ist bei uns im Laden immer vorrätig oder können kurzfristig besorgt werden.