Kirschen – nein danke

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Kirschen-nein danke

Es ist Mitte Mai und die Eisheiligen sind gerade an uns vorbei gehutscht. Dennoch die erste Frage der ersten Kundin heute Morgen: „Haben Sie Kirschen?“.

Nein, es tut mir leid, aber wir haben weder Kirschen, noch Himbeeren, noch Blaubeeren. Aber es gibt sie doch schon in einigen Märkten zu kaufen? Ja sicher es gibt sie zu kaufen, aber haben Sie mal das Kleingedruckte gelesen? Wissen Sie wo diese Ware herkommt?

Es gibt diese Früchte in dem einen oder anderen Markt im Sortiment aber sie haben eine extrem weite Reise hinter sich. Die Ware kommt zum Beispiel aus China, aus Mexiko, aus der Türkei, aus Afrika oder – wenn es ganz nah ist – irgendwo aus dem Mittelmeerraum. Es handelt sich um sehr, sehr empfindliche Früchte, die für den langen Transport entsprechend präpariert werden müssen. Es wird sehr viel Chemie eingesetzt, sie werden bestrahlt oder begast, um den langen Transport überhaupt zu überstehen.

Wir haben gerade die ersten Tage mit etwas Sonnenschein gesehen. Die Kirchen haben zaghaft angesetzt, die Blaubeeren und die Himbeeren wissen nicht, ob sie dem Sommerversprechen schon trauen können. Es wird daher noch einige Wochen dauern, bis wir Ware aus der Region haben werden.

Doch das sind dann die Früchte, die wir in unserem Markt sehen wollen. Regional angebaut, heute gepflückt und Morgen tagesfrisch auf dem Teller oder dem herrlich duftenden Kuchen.

Auf diese wunderbaren Früchte, diese Qualität, diesen unübertroffenen Geschmack werden wir mit Freude warten und dann mit viel Genuss knackig-frische Früchte genießen.

Kirschen, Himbeeren oder Blaubeeren um diese Jahreszeit – nein danke!

Zur Überbrückung der Wartezeit hier ein paar Ideen:

 

Frische Kräuter

DSCI5872Jetzt ist Pflanzzeit

für frische Gartenkräuter

Die ersten Gartenkräuter sind eingetroffen. Jetzt ist die beste Zeit, um sie in die vorbereiteten Beete zu pflanzen. Voricht ist noch bei empfindlichen Sorten geboten. Bei Frost kann man sie am besten mit einem alten Betttuch oder einigen Eimern, die über die Pfanzen gestülpt werden, schützen.

Kräutergarten:

Kräuter Tipps und Tricks

Kräuter sorgen nicht nur für Abwechslung in der Küche, sondern bereiten ein einmaliges Dufterlebnis. Nicht zuletzt holt man sich eine grüne Apotheke ins Haus. Es macht vielen Freude einen eigenen Kräutergarten anzulegen oder wenigstens einige Pflanzen in der Wohnung an einem sonnigen Fensterplatz oder auf dem Balkon zu ziehen.

 Beschaffenheit des Bodens

Die meisten Kräuter sind in Hinsicht auf die Beschaffenheit des Bodens sehr unkompliziert und kommen problemlos miteinander aus.

Sandige Böden: Sie halten kein Wasser und haben außerdem kaum Nährstoffe. Gibt man Nährstoffe hinzu, werden diese schnell ausgeschwemmt. Um sandige Böden mit Nährstoffen aufzuwerten, verwenden Sie am besten Kompost, den Sie unter den Boden mischen. Einige mediterrane Kräuter kommen sehr gut mit dem Sandboden zurecht: Lavendel, Koriander, Thymian, Fenchel, Oregano, Estragon, Borretsch und Bohnenkraut.

Tonige, klumpige Böden: Sie halten zwar das Wasser, doch die Erdporen sind so dicht, dass es manche Pflanzen schwer haben, Wasser zu ziehen. Kräuter, deren Wurzeln tief in den Boden reichen, kommen mit diesem Boden gut klar: Beinwell, Wermut, Liebstöckel und Alant.

Lehmige Böden: Sie sind sehr nährstoffreich und bieten gute Wachstumsbedingungen für fast alle Kräuter. Man braucht gar nicht düngen, nur den Boden ab und an etwas aufhacken. Folgende Kräuter lieben lehmige Böden: Rosmarin, Salbei, Thymian, Lorbeer, Kümmel Koriander, Dill, Basilikum und Fenchel.

 Welche Kräuter passen sehr gut zusammen?

  • Kamille fördert das Wachstum von Dill, Schnittlauch, Majoran, Kerbel und Pimpinelle.
  • Petersilie verträgt sich mit Erdbeeren, Dill und Schnittlauch.
  • Rosmarin fördert Basilikum, was ganz praktisch ist, denn beide sind nicht winterfest und können gemeinsam in einem Topf gepflanzt werden.
  • Salbei fördert besonders gut das Wachstum von Oregano und Bohnenkraut.
  • Thymian verträgt sich mit allen mediterranen Kräutern, z. B. Fenchel, Koriander, Estragon, Borretsch und Bohnenkraut.
  • Ysop fördert Lavendel und Bohnenkraut.
  • Zitronenmelisse kann mit beliebig anderen Kräutern zusammen gepflanzt werden. Sie fördert das Wachstum aller anderen Kräuter. Vorsicht ist nur in Verbindung mit Basilikum angebracht.

 

Welche Kräuter sollten getrennt von anderen Kräutern gepflanzt werden?

  • Basilikum und Melisse sollten getrennt voneinander angepflanzt werden.
  • Estragon und Dill vertragen sich nicht sonderlich gut.
  • Fenchel und Koriander sollten nicht gemeinsam in einem Topf gepflanzt werden. Sie mögen sich nicht.
  • Lavendel sollte genügend Abstand zu anderen Kräutern bekommen, denn er braucht schlicht Platz, um gut gedeihen zu können.
  • Liebstöckel ist eigentlich ein Einzelgänger, da er – unter anderem – sehr viel Platz für sich beansprucht. Doch er kann das Wachstum von Fenchel und Petersilie fördern, wenn er neben sie gepflanzt wird.
  • Pfefferminze und Kamille vertragen sich nicht sonderlich gut miteinander.
  • Thymian und Majoran: Beide sollten keinesfalls nebeneinander gepflanzt werden. Sie vertragen sich überhaupt nicht (auch geschmacklich nicht). Oft werden sie dennoch zusammen gepflanzt, wobei der Majoran meist den Kürzeren zieht und eingeht.
  • Der Wermut ist ein Einzelgänger – er sollte für sich alleine stehen.

 

Viel Erfolg und Freude mit Ihren eigenen Kräutern!

Hier einige Empfehlungen für erfolgreiche Kräutergärten:

Jesteburger Primeltag

Zum Jesteburger Primeltag gibt es bei uns viele, viele Primeln in den schönsten Farben.

Riesige Auswahl an Vierländer Primeln, kräftige Pflanzen mit starkem Wurzelwerk für gutes Wachstum und prächtigen Blüten.

Frost: Primeln können leichten Frost und auch mal einen Schneeschauer gut vertragen. Blüten und Blätter legen sich dann zwar flach hin, stehen aber im Laufe des Tages wieder auf.

Für eine lange Blütenzeit ist es hilfreich, die verblüten Blütenstände ab und zu auszukneifen. Die Pflanze treibt dann immer wieder neue Knospen.

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Bärlauch

Bärlauch 2Frühling ist Bärlauchzeit!

Der Bärlauch (Allium ursinum) gehört zu den Zwiebelgewächse und somit verwandt mit Schnittlauch, Zwiebel und Knoblauch. Bärlauch ist vor allem im Süden in Wäldern weit verbreitet, im Norden findet man ihn sehr selten Bärlauch ist ein geschätztes Wildgemüse und wird vielfach gesammelt oder im Handel erworben. Bärlauch wird auch Knoblauchspinat, wilder Knoblauch oder Waldknoblauch genannt.
Bärlauch in der Küche
Der Bärlauch ist eine altbekannte Gemüse-, Gewürz- und Heilpflanze. Die Pflanze ist zwar komplett essbar, genutzt werden aber vorwiegend die Blätter, oft auch mit den Stängeln, frisch als Gewürz, für Dips, Kräuterbutter und Pesto oder ganz allgemein als Gemüse in der Frühjahrsküche. Der Bärlauch eines der ersten frischen Kräutern früher ist, ist es eine wichtige Quelle für Vitamine und Nährstoffe.
Durch Hitzeeinwirkung werden die schwefelhaltigen Stoffe verändert, wodurch der Bärlauch viel von seinem charakteristischen Geschmack verliert. Daher wird er meist roh und klein geschnitten unter Salate oder andere Speisen gemischt.
Medizinische Nutzung
In der Naturheilkunde kommt Bärlauch als Heilmittel oft zur Anwendung. Die Heilwirkung ist den zahlreichen in ihm enthaltenen, überwiegend schwefelartigen ätherischen Ölen zuzuschreiben, die sich positiv auf Verdauung, Atemwege, Leber, Galle, Darm und Magen auswirken. Außerdem ergibt sich eine gute Heilwirkung bei Arteriosklerose, Bluthochdruck und Darmerkrankungen. Zudem wirkt er Stoffwechsel anregend und wirkt sich positiv auf den Cholesterinspiegel aus und hilft zudem bei Wurmbefall.
Rechtliche Hinweise
Bärlauch steht zwar nicht unter Naturschutz, doch ist das Sammeln innerhalb von Naturschutzgebieten nur dann gestattet, wenn die entsprechende Schutzverordnung es zulässt. Die Pflanzen dürfen nur für den Eigenbedarf gesammelt werden; die gewerbliche Nutzung von Bärlauchbeständen hingegen muss behördlich genehmigt werden.

Bärlauch – Quiche
Zutaten für 4 Portionen:
250 g Maismehl
125 g Butter
1 Prise Salz
Wasser, kalt
300 g Bärlauch
100 g Schinkenspeck, gewürfelt
500 g Sauerrahm
4 Eier
100 g geriebener Emmentaler
Salz und Pfeffer
Zubereitung:
Aus Mehl, Butter, Wasser und Salz einen Mürbteig bereiten, in eine Springform (24 cm) einlegen, Boden und Rand bedecken. Wenn knusprig gewünscht, ca. 20 Minuten vorbacken. Bärlauch in Streifen schneiden und in den Mürbteig einfüllen, Schinkenspeckwürfel darüber streuen. Sauerrahm und Eier verquirlen, salzen und pfeffern und über den Bärlauch gießen. Mit geriebenem Emmentaler bestreuen. 50-60 Minuten auf der unteren Schiene bei 180°C im Backrohr backen.
Zubereitungszeit: 40 Minuten

Vitalstoffe

DSCI3124Der Mensch ist, was er isst!

Diese bekannte Redewendung ist für viele Menschen heute ein Problem. Unsere Ernährungsgewohnheiten haben sich in den letzten Jahrzehnten drastisch verändert.
Traditionell haben sich die Menschen von pflanzlichen Lebensmitteln wie Gemüse, Nüsse, Wurzel, Samen, Beeren und Obst ernährt. Dazu kamen in unregelmäßigen Abständen tierisches Eiweiß in Form von Fleisch oder Fisch. Um die Nahrungsmittel zu sammeln bewegten sich die Menschen oftmals 20-30 km täglich. Auf dieser Grundlage von Ernährung und Bewegung hat sich unser Stoffwechsel, unser Herz-Kreislaufsystem, unser Körperbau und unser Verdauungstrakt entwickelt.

Von den 70 Milliarden Zellen im Körper werden jeden Tag viele Millionen erneuert. Dafür muss über die Ernährung das entsprechende Baumaterial zur Verfügung gestellt werden. Es sollte eigentlich einleuchtend und logisch ein, dass nur mit hochwertigen Lebensmitteln die entsprechenden guten Vitalstoffe zugeführt werden, um gesunde und aktive Zellen bilden zu können.

Viele Menschen essen heute große Mengen tierisches Eiweiß, Salz, Fett, Süßigkeiten Weißmehlprodukte und Fertiggerichte. Nahrungsmittel wie Wurst, Pizza, Softdrinks oder Schokolade stehen bei vielen Menschen täglich auf dem Speiseplan. Viele dieser Nahrungsmittel werden als Nahrungsmittel mit „leeren Kalorien“ bezeichnet. Dies ist eine Bezeichnung für Lebensmittel, die sehr kalorienreich sind, aber wenige oder keine Vitalstoffe enthalten. Dies wird mit der Zeit zu Übergewicht und zu ernährungsbedingten Zivilisationskrankheiten führen. Es kommt außerdem zu einem Mangel an lebensnotwendigen Vitalstoffen. Der Mensch verhungert sozusagen mit vollem Bauch.

Obwohl heute in vielen Berichten und auch über das Internet ständig über die Gefahren von Fertigprodukten und einer Mangelernährung in der Wohlstandsgesellschaft berichtet wird, sind viele Menschen erschreckenderweise nicht bereit, über eine gesündere Ernährung nachzudenken und die entsprechenden Konsequenzen zu ziehen. Dabei ist es sehr leicht die Ernährung umzustellen, gesünder zu leben und dem Organismus sehr viele Zivilisationskrankheiten zu ersparen.
Die richtige Auswahl unserer Nahrung ist eine wichtige Voraussetzung für Gesundheit und Wohlbefinden. „Über Gesundheit und Krankheit wird in der Küche entschieden“

Die Ernährungswissenschaftler beschäftigten sich zunächst mit den Stoffen, die für die Energieversorgung des Körpers wichtig sind zum Beispiel Kohlenhydraten, Fett und Eiweiß. Später entdeckte man die Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Enzyme, Aminosäuren, Fettsäuren und Ballaststoffe. Erst viel später folgte die Entdeckung der sogenannten sekundären Pflanzenstoffe. Hierzu gehören Aromastoffe, ätherische Öle, Bitterstoffe, Antioxidantien, die die Pflanzen zum eigenen Schutz nutzen. Auch im menschlichen Organismus sind sie unabdingbar für eine gesunde Entwicklung. Alle diese Mikronährstoffe werden zusammengefasst als Vitalstoffe bezeichnet. Erst wenn alle diese Mikronährstoffe in ausreichender Menge und komplett vorliegen, können die täglich neu zu bildenden Zellen gesund und optimal aufgebaut werden. Ohne ein Komplettangebot von Vitalstoffen kommt es zu Fehlentwicklungen, zu Krankheiten und Mangelerscheinungen.

Folgende Vitalstoffe werden unterschieden
Makronährstoffe
zu den Makronährstoffen zählen Eiweiße, Fette und Kohlenhydrate. Sie versorgen den Körper mit Energie. Sie werden täglich in großen Mengen von unserem Körper gebraucht und verbraucht.
Mikronährstoffe
Mikronährstoffe sind Vitamine, drei Stoffe, Spurenelemente, Enzyme, Coenzyme, ungesättigte Fettsäuren, sekundäre Pflanzenstoffe und pflanzliche Extrakte. Diese Stoffe liefern unserem Körper keine direkte Energie, sie sind aber an der Energieproduktion beteiligt und wir brauchen Sie für alle Stoffwechselvorgänge.
Essenzielle Vitalstoffe
Die essenziellen Vitalstoffe kann unser Körper nicht selbst produzieren. Sie müssen täglich mit der Nahrung zugeführt werden. Hierzu zählen die Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Sie sind von großer Bedeutung für die Umwandlung von Nahrung in Energie, die Bildung von Hormonen, das Immunsystem, den Aufbau von Körpergewebe, die Entgiftung des Körpers und die Produktion und Funktion von Enzymen, die an sehr vielen Lebensprozessen beteiligt sind.
Nicht essenzielle Vitalstoffe
Diese Vitalstoffe können unter normalen Bedingungen von gesunden Menschen bei guter Ernährung im Körper selbst in ausreichender Menge hergestellt werden. Zur Herstellung von nicht essenziellen Nährstoffen benötigt unser Körper immer mehrere essenzielle Nährstoffe und Enzyme. Bei einem Mangel an essenziellen Nährstoffen oder von Enzymen lässt damit auch die Produktion der lebenswichtigen körpereigenen Vitalstoffe nach.
Sekundäre Pflanzenstoffe
In dieser Gruppe werden mehrere 1000 Körper fremde Vitalstoffe zusammengefasst, die vor allem in Obst und Gemüse vorkommen. Sie geben unseren pflanzlichen Lebensmitteln ihren Geruch, den Geschmack oder die Farbe. Über 100.000 verschiedene Substanzen konnten bisher erforscht werden. Diese sekundären Pflanzenstoffe sind maßgeblich an den bekannten gesundheitsfördernden Wirkungen von Obst und Gemüse beteiligt.

Wie kann man nun sicherstellen, dass der Organismus alle wichtigen Vitalstoffe erhält und damit ein gesunder Zellaufbau gewährleistet wird?

Der einfachste und wichtigste Schritt, ist die tägliche Versorgung mit frischem Obst und knackigem Gemüse. Da wir heute über eine enorme Auswahl schmackhafter Sorten verfügen, dürfte es kein Problem sein, seine eigenen Favoriten zu finden und in den täglichen Speisplan einzubauen. Ein klein wenig Information, ein klein wenig Planung und der Wille ein gesünderes Leben zu führen sind alles, was gebraucht wird. Die Auswahl ist ganz einfach: bunt sollte es sein und abwechslungsreich, damit der Körper sich selbst alle Stoffe raussuchen kann, die er gerade für die anstehenden Funktionen benötigt.

Jeder Urlaub wird akribisch geplant, warum nicht auch mal das gesündere Leben – es ist doch so viel wichtiger als ein Urlaub!!