Sauerkirschen

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Die Sauerkirsche stammt aus dem westlichen Asien und aus Südosteuropa. Die Sauerkirschen (botanisch: Prunus cerasus) sind kleinwüchsig und gehören, was ihre Ansprüche an Boden und Klima betrifft, zu den anspruchslosen Obstarten.
Die leuchtend hellroten bis dunkelroten Früchte haben ein meist weiches, lockeres Fruchtfleisch und sind sehr saftig. Ihr Geschmack ist mild-säuerlich bis herb und würzig. Die bekanntesten Sauerkirschen sind die Schattenmorellen.
Die Schattenmorelle kennt fast jeder. Aus ihr werden nicht nur leckere Konfitüren und allerlei Backwaren gemacht, es gibt sie auch gebrauchsfertig im Glas zu kaufen. Und sie ist eine der wichtigsten Zutaten der Schwarzwälder Kirschtorte.
Bei guter Pflege kommt es regelmäßig zu einer guten Ernte. Die Schattenmorelle ist in Europa und Amerika beheimatet. Das Fleisch der vollreif tiefroten Früchte ist sehr saftig und trotz seines hohen Zuckergehalts vornehmlich sauer, aber dennoch sehr bekömmlich. Leider ist diese Kirschensorte sehr anfällig für die Obstbaumkrankheit Monilinia Spitzendürre.
Gesundheitliche Aspekte
Allgemein lässt sich sagen, dass der hohe gesundheitliche Nutzen der Sauerkirschen auf ihren hohen Anteil an sekundären Pflanzenstoffen, Vitaminen und Mineralien zurückzuführen ist. Speziell die in großen Mengen enthaltenen Anthozyane (rot-violette Pflanzenfarbstoffe) stehen aktuell auf Grund ihres hohen gesundheitlichen Potentials im Fokus der Wissenschaft
Wirkungen der Inhaltsstoffe der Sauerkirsche
Aussagekräftige Studien zum Anwendungsprofil der Kirsche als konzentrierter Saft bzw. auch als ganze Frucht gibt es in folgenden Bereichen:
Linderung von Entzündungs-Schmerzen bei rheumatoiden Erkrankungen (siehe auch Arthritis)
Gichtprävention (siehe auch Gicht)
Senkung der Harnsäurewerte (siehe auch Harnsäurewerte senken)
Reduzierung von diversen Entzündungserscheinungen (siehe auch Entzündungen reduzieren)
Schutz vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Schutz vor bestimmten Krebsarten
Reduktion des Diabetis- und Insulinresistenz-Risikos
Unterstützung bei Schlafproblemen
Mögliche Prävention von Gedächtnis-Problemen
Des Weiteren bietet die Sauerkirsche verschiedene andere gesundheitliche Vorzüge:
antioxidativ (bekämpfen freie Radikale)
entzündungshemmend
schmerzlindernd
antibakteriell und antiviral
antihypertensiv (blutdrucksenkend)
kardioprotektiv (Schutz des Herz-Kreislaufsystems)
antikanzerogen
hypoglykämisch (blutzuckerspiegelregulierend)
cholesterinsenkend
harntreibend und nierenunterstützend
gefäßabdichtend
antineurodegenerativ
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Sauerkirschen ein hohes gesundheitliches Potential aufweisen, das man sowohl mit Hilfe von frischen Früchten, als auch in Form von hochwertigen Konzentraten auf schmackhafte Art nutzen kann.
In Studien wurde ein signifikanter Gehalt an Melatonin in Sauerkirschen nachgewiesen. Melatonin ist in Früchten ein wirksames Antioxidant. Im menschlichen Körper steuert Melatonin den Tag-Nacht-Rhythmus. Das Hormon wird in der Zirbeldrüse (Epiphyse) – einem Teil des Zwischenhirns – aus Serotonin produziert. Schlaflosigkeit kann mit Melatonin auf einem natürlichen Weg verringert werden. Die Produktion von Melatonin nimmt in unserem Körper mit zunehmendem Alter ab. Die Höhe des Gehaltes an Antioxidantien im Körper kontrolliert den täglichen Schlafrhythmus. Bereits kleine Mengen an lassen den Melatoningehalt im Blut steigen und die Schlafleistung wird deutlich verbessert.

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: Von knackig bis weich

Die Süßkirsche (botanisch:Prunus avium) stammt von der Vogelkirsche ab. Als Heimat der kultivierten Sorten gelten Kleinasien und speziell die Gegend rund um das Schwarze Meer. Angebaut werden Süßkirschen heute weltweit in den gemäßigten Zonen. Vier Fünftel der gesamten Produktion stammen aus Europa, wo sich Kirschkulturen von Südschweden bis Süditalien finden. Deutschland steht hinter Italien und Frankreich auf Platz 3. Die Saison reicht bei uns von Mitte Juni bis August.
Es gibt zwei Gruppen von Süßkirschen: die meist früher reifenden, weichfleischigen Herzkirschen und die eher festfleischigen Knorpelkirschen. Für den Frischverzehr sind große, knackige, aromatische und möglichst dunkelrote Kirschen am begehrtesten. Aus weichfleischigen Süßkirschsorten, deren Früchte oft auch wesentlich kleiner ausfallen, wird meist Kirschwasser gebrannt.