Vitalstoffe

DSCI3124Der Mensch ist, was er isst!

Diese bekannte Redewendung ist für viele Menschen heute ein Problem. Unsere Ernährungsgewohnheiten haben sich in den letzten Jahrzehnten drastisch verändert.
Traditionell haben sich die Menschen von pflanzlichen Lebensmitteln wie Gemüse, Nüsse, Wurzel, Samen, Beeren und Obst ernährt. Dazu kamen in unregelmäßigen Abständen tierisches Eiweiß in Form von Fleisch oder Fisch. Um die Nahrungsmittel zu sammeln bewegten sich die Menschen oftmals 20-30 km täglich. Auf dieser Grundlage von Ernährung und Bewegung hat sich unser Stoffwechsel, unser Herz-Kreislaufsystem, unser Körperbau und unser Verdauungstrakt entwickelt.

Von den 70 Milliarden Zellen im Körper werden jeden Tag viele Millionen erneuert. Dafür muss über die Ernährung das entsprechende Baumaterial zur Verfügung gestellt werden. Es sollte eigentlich einleuchtend und logisch ein, dass nur mit hochwertigen Lebensmitteln die entsprechenden guten zugeführt werden, um gesunde und aktive Zellen bilden zu können.

Viele Menschen essen heute große Mengen tierisches Eiweiß, Salz, Fett, Süßigkeiten Weißmehlprodukte und Fertiggerichte. Nahrungsmittel wie Wurst, Pizza, Softdrinks oder Schokolade stehen bei vielen Menschen täglich auf dem Speiseplan. Viele dieser Nahrungsmittel werden als Nahrungsmittel mit „leeren Kalorien“ bezeichnet. Dies ist eine Bezeichnung für Lebensmittel, die sehr kalorienreich sind, aber wenige oder keine Vitalstoffe enthalten. Dies wird mit der Zeit zu Übergewicht und zu ernährungsbedingten Zivilisationskrankheiten führen. Es kommt außerdem zu einem Mangel an lebensnotwendigen Vitalstoffen. Der Mensch verhungert sozusagen mit vollem Bauch.

Obwohl heute in vielen Berichten und auch über das Internet ständig über die Gefahren von Fertigprodukten und einer Mangelernährung in der Wohlstandsgesellschaft berichtet wird, sind viele Menschen erschreckenderweise nicht bereit, über eine gesündere Ernährung nachzudenken und die entsprechenden Konsequenzen zu ziehen. Dabei ist es sehr leicht die Ernährung umzustellen, gesünder zu leben und dem Organismus sehr viele Zivilisationskrankheiten zu ersparen.
Die richtige Auswahl unserer Nahrung ist eine wichtige Voraussetzung für Gesundheit und Wohlbefinden. „Über Gesundheit und Krankheit wird in der Küche entschieden“

Die Ernährungswissenschaftler beschäftigten sich zunächst mit den Stoffen, die für die Energieversorgung des Körpers wichtig sind zum Beispiel Kohlenhydraten, Fett und Eiweiß. Später entdeckte man die Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Enzyme, Aminosäuren, Fettsäuren und Ballaststoffe. Erst viel später folgte die Entdeckung der sogenannten sekundären Pflanzenstoffe. Hierzu gehören Aromastoffe, ätherische Öle, Bitterstoffe, Antioxidantien, die die Pflanzen zum eigenen Schutz nutzen. Auch im menschlichen Organismus sind sie unabdingbar für eine gesunde Entwicklung. Alle diese Mikronährstoffe werden zusammengefasst als Vitalstoffe bezeichnet. Erst wenn alle diese Mikronährstoffe in ausreichender Menge und komplett vorliegen, können die täglich neu zu bildenden Zellen gesund und optimal aufgebaut werden. Ohne ein Komplettangebot von Vitalstoffen kommt es zu Fehlentwicklungen, zu Krankheiten und Mangelerscheinungen.

Folgende Vitalstoffe werden unterschieden
Makronährstoffe
zu den Makronährstoffen zählen Eiweiße, Fette und Kohlenhydrate. Sie versorgen den Körper mit Energie. Sie werden täglich in großen Mengen von unserem Körper gebraucht und verbraucht.
Mikronährstoffe
Mikronährstoffe sind Vitamine, drei Stoffe, Spurenelemente, Enzyme, Coenzyme, ungesättigte Fettsäuren, sekundäre Pflanzenstoffe und pflanzliche Extrakte. Diese Stoffe liefern unserem Körper keine direkte Energie, sie sind aber an der Energieproduktion beteiligt und wir brauchen Sie für alle Stoffwechselvorgänge.
Essenzielle Vitalstoffe
Die essenziellen Vitalstoffe kann unser Körper nicht selbst produzieren. Sie müssen täglich mit der Nahrung zugeführt werden. Hierzu zählen die Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Sie sind von großer Bedeutung für die Umwandlung von Nahrung in Energie, die Bildung von Hormonen, das Immunsystem, den Aufbau von Körpergewebe, die Entgiftung des Körpers und die Produktion und Funktion von Enzymen, die an sehr vielen Lebensprozessen beteiligt sind.
Nicht essenzielle Vitalstoffe
Diese Vitalstoffe können unter normalen Bedingungen von gesunden Menschen bei guter Ernährung im Körper selbst in ausreichender Menge hergestellt werden. Zur Herstellung von nicht essenziellen Nährstoffen benötigt unser Körper immer mehrere essenzielle Nährstoffe und Enzyme. Bei einem Mangel an essenziellen Nährstoffen oder von Enzymen lässt damit auch die Produktion der lebenswichtigen körpereigenen Vitalstoffe nach.
Sekundäre Pflanzenstoffe
In dieser Gruppe werden mehrere 1000 Körper fremde Vitalstoffe zusammengefasst, die vor allem in Obst und Gemüse vorkommen. Sie geben unseren pflanzlichen Lebensmitteln ihren Geruch, den Geschmack oder die Farbe. Über 100.000 verschiedene Substanzen konnten bisher erforscht werden. Diese sekundären Pflanzenstoffe sind maßgeblich an den bekannten gesundheitsfördernden Wirkungen von Obst und Gemüse beteiligt.

Wie kann man nun sicherstellen, dass der Organismus alle wichtigen Vitalstoffe erhält und damit ein gesunder Zellaufbau gewährleistet wird?

Der einfachste und wichtigste Schritt, ist die tägliche Versorgung mit frischem Obst und knackigem Gemüse. Da wir heute über eine enorme Auswahl schmackhafter Sorten verfügen, dürfte es kein Problem sein, seine eigenen Favoriten zu finden und in den täglichen Speisplan einzubauen. Ein klein wenig Information, ein klein wenig Planung und der Wille ein gesünderes Leben zu führen sind alles, was gebraucht wird. Die Auswahl ist ganz einfach: bunt sollte es sein und abwechslungsreich, damit der Körper sich selbst alle Stoffe raussuchen kann, die er gerade für die anstehenden Funktionen benötigt.

Jeder Urlaub wird akribisch geplant, warum nicht auch mal das gesündere Leben – es ist doch so viel wichtiger als ein Urlaub!!